Sonntag, 17. September 2017

12 von 12 l im September 2017

Soll ja schon ab und an mal vorgekommen sein, dass ich meinen 12 von 12-Post am 13. des Monats veröffentlicht habe. Am 17. aber noch nie. Bis heute. Aus Gründen.
Grund Numero eins: ich habe Ende Juli meinen Rechner überschwemmt. Und noch keinen neuen. Was kein Problem ist - außer es kommt zusätzlich Grund Numero zwei dazu: der Liebste ist ab Montag bis Samstag in München zum Drehen. Und wenn dann noch Grund Numero drei: ich habe den schlimmsten 12. ever dazu kommt, dann passiert sowas eben. Dann will ich die Fotos nicht auf dem Handy umformatieren und dann auf dem Tablet den dazugehörigen Text tippen. Dann sitz ich das einfach aus. So ist das.
Jetzt aber:

Als ich bemerke, dass es sich um den 12. des Monats handelt ist es 8:30 Uhr und schiebe meinen Jüngsten gerade durch den Prenzlauer Berg. Bis heute war 8:30 eine relativ gute Zeit für eine Kalender-Erinnerung denn bislang war vor 8:30 nicht viel los im Hause tepetua. Seit dem 11.9. haben wir aber ein Schulkind im Haus und um 8:30 ist gefühlt der halbe Tag schon vorbei. Vor allem, weil der Zwerg zum dritten Mal in Folge vor Aufregung gegen 5:30 aufgewacht ist und als kleines Bonus Feature den Wichtel gleich auch noch wach gemacht hat. 
Mein Status ist zu diesem Zeitpunkt: ich bin hormonell beeinträchtig, übermüdet, leicht gehetzt vom Zwerg pünktlich zur Schule bringen, hungrig und ungeduscht. Laune: geht so.

Der Wichtel hat eine fies juckende Stelle am Arm. Die wurde zwar von der Kinderärztin bereits bewundert, aber es wird nicht besser. Immerhin hat der Wichtel im Watezimmer großen Spaß daran, auf das kleine Podest zu klettern und sich selbst zu feiern, weil er darauf laufen kann. 

Mit Salbennachschub im Gepäck geht es eilig zur Kita. Dann ab ins Einkaufscenter. Dort muss ich meine schlechte Laune erst mal mit Kaffee und Zimtbrötchen dämpfen. Das klappt ganz gut. Ich entscheide, dass ich meine Kräft für das Zeitfenster nach 15:30 schonen muss, wenn ich das Vergnügen haben, zwei müde Kinder zu bespaßen, zu füttern, in Schlafanzüge zu packen und zum Einschlafen zu überreden. Das hat gestern nur so mittelgut geklappt. Der Zwerg ist halt recht aufgedreht und war morgens schon recht pampig zu mir.
Ich beschließe, ihm sein aktuelles Lieblingsessen zu kredenzen. Das hat den Vorteil, dass ich es nicht selbst zubereiten muss: Schnitzel - das wird ohne 17 Liter Fett in der Pfanne nix. Und darauf hab ich keinen Bock. Glücklicher Weise hat ein Restaurant um die Ecke heute Schnitzeltag! Das trift sich gut. Als ich da ankomme, ist der Wirt noch im Aufbauen. Als Ex-Kellnerin warte ich bereitwillig und geduldig. Entschleunigung ist ja was Gutes!

Zu hause werfe ich einen Blick auf die Schnitzel und entscheide mich spontan, dass Pommes dazu eh viel besser sind. Ich esse die Bratkartoffeln zu mittag.

Dann freue ich mich über meinen albernen Deko-Fund.

Im Anschluss bereite ich noch schnell den Gurkensalat für`s Abendessen vor. Vorbereitung ist alles. Nur nichts dem Zufall überlassen. Die Kinder wittern Schwäche...

Dann lege ich mich in die Badewanne. Als Entschädigung dafür, dass das mit dem Duschen heute morgen nichts geworden ist.

Bevor ich gen Kita husche putze ich noch ein paar meiner Schuhe. Die hatten es bitter nötig! Dann hol ich meine Kröten ab. Die Babykröte will laufen. Das würde aber ewig dauern. Ich fahre sie auf dem Fahrrad. Sie schreit. Auf dem Rückweg darf sie laufen. Die Babykröte wirkt zufriedener. Der Schulzwerg mault: er will Schokolade. Er will einen Freund besuchen. Er will, will, will...

Ich will nach hause. Und ich spüre, dass der Zwerg im Hamsterrad feststeckt. Ich versuche ihm sanft zu erklären, dass ich nicht möchte, dass er heute noch mit dem Nachbarsjungen Aktion macht. Er flippt aus. Und er will Scho-ko-la-de! Ich besänftige. Ich erkläre mich - ganz kurz. Viele Worte machen kann ich grad auch nicht. Ich bin bepackt wie ein Muli!

Er brüllt. Wütet. Schreit. Schlägt. Ich bin leiser verzweifelt.

Ich stecke beide Kinder gegen halb sechs in die Badewanne. Eine kurze Verschnaufpause. Das Schulkind entspannt sich. 

Ich schöpfe Hoffnung, dass wir die Kurve gekriegt haben. 

Aber nur kurz. Zum Abendessen um kurz nach sechs ist er so wütend und agessiv wie ich ihn noch nie erlebt habe.
Ich bin müde. Ich bin hormonell beeinträchtigt. Ich breche in Tränen aus. Zum etwa fünften Mal an diesem Tag. Dann bringe ich den Kleinen ins Bett. Dann den Großen - der sich, nach der bislang heftigsten Ansage von mir als Mutter an ihn mein Kind, zusammen reißt.
Ich schlafe ein. Gegen zehn Uhr stehe ich auf und mache die Küche, mache die Wäsche, mache die Vesperdosen. Gegen zwölf falle ich ins Bett. Ein Tag zum Abgewöhnen!

Spoiler: Am Mittwoch war es wieder nix mit Duschen bevor ich das Haus verlassen habe... Seit Donnerstag ist es wieder friedlicher bei uns im Haus. Der Zwerg wird vom Wecker geweckt und steht nicht um 5 Uhr wach und aufgekratzt auf der Matte. Der Wichtel musste sich dann am Mittwoch den Raum nehmen, den er sich am Dienstag nicht nehmen konnte...
Es war ein sehr mieser Zeitpunkt für Drehtage! Aber ich bin stolz auf mich und meine Kinder. Wir haben das hinbekommen. Und wir sind daran gewachsen. 

Und im nächsten Monat ist ein neuer 12.. Bestimmt.

Alles Liebe
Anna

Dienstag, 5. September 2017

Kletties I DIY

Ok, jetzt mal ganz ehrlich - ich hatte es gehofft, aber so richtig daran geglaubt, dass ich es hinbekomme, die Kletties noch vor Einschulung zu nähen und parallel auch noch Fotos zu machen, hatte ich nicht. Hat aber geklappt. Machmal läuft`s einfach. (Besonderen Dank verdient an dieser Stelle mein Mann, der sich auf`s Rad geschwungen hat, um die letzte fehlende Zutat aus dem Kurzwarenladen zu besorgen. Danke, François!)


Das sind sie. Macy, Clay, Lance, Jestro, Aaron und Axl - und in ihrem Rücken Hakenband. Es war ein langer Weg bis dahin. Aber ich glaube, es hat sich gelohnt. Und wenn ich die Reaktion meines Zwergs richtig einschätze, mach ich in der nächsten Woche noch ein paar Ninja.

ZUTATEN-LISTE:
Wunschmotiv in Wuschgröße als PDF
T-Shirt-Transferfolie für weiße Textilien
Jersey in weiß - möglichst wenig elastisch
transparente Plastikfolie (Mülltüten z. B.)
Aufbügelbares Volumenvlies
Doppelseitiges Textilklebeband
Hakenband 10 cm
(Transparentes Nähgarn)
Pappkarton für Schablonen
außerdem:
Bügeleisen, Bügelbrett, Nähmaschine, Stoff- und Papierschere

Als erstes muss das Motiv auf die Transferfolie (Achtung! Bei machen Anbietern muss spiegleverkehrt gedruckt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Testdruck, um die Größe zu überprüfen.)

Die Zeit, in der die Folie auskühlt, kann genutzt werden, um eine Schablone anzufertigen. Sie sollte die Größe haben, die der Klettie haben soll. Anschließend eine zweite Schablone zuschneiden. Ihre Maße sind Durchmesser der ersten Schablone minus 1 cm - also rund herum vom Motiv 0,5 cm abschneiden.

Mit Hilfe der ersten Schablone die Form des Kletties auf das Trägerpapier der Transferfolie und die Rückseite des Hakenbands übertragen. 

Als nächstes das Motiv entlang der aufgezeichneten Linie ausschneiden.


Zwischen zwei Lagen Backpapier wird nun das Motiv mit 4 Lagen Plastikfolie überzogen. Wie das mit dem Plastikfolie-Bügeln geht, wird hier beschrieben. (Danke, liebe Ina!) Nach jeder Folienschicht muss das Motiv auskühlen. Anschließend die Ränder versäubern.


Unter Zuhilfenahme der zweiten Schablone ein Stück Volumenvlies zuschneiden und auf die Rückseite des Motivs aufbügeln (Backpapier unterlegen).

Das sieht jetzt schon ein wenig toll aus. Fehlt nur noch der Klett. 
Der wird mit Hilfe des Textilklebebands mit dem Motiv verbunden. Ich habe das Hakenband vorher zugeschnitten, musste dann aber noch mal nachbessern. Unter Umständen kann man auch erst Hakenband und Motiv verbinden und dann das Hakenband zuschneiden. Entlang der Außenkante des Hakenbands die Haken abschneiden/kürzen.


Zu guter Letzt entlang der Außenkante mit Zickzackstich versäubern. Ich habe dazu Stichlänge 1-1,5 und Stichbreite 3-3,5 gewählt. Das Motiv zeigt beim Nähen nach oben.

Fertig! 
Wozu das Ganze? wird sich jetzt der eine oder andere vielleicht fragen. Und wozu braucht man denn bitte diese Kletties?
Mein Großer startet am Samstag (ja, in Berlin am Samstag) in seine Schulzeit. Dafür wurde hier im Haus so einiges angeschafft - z.B. die Schultüte und der Schreibtisch die man hier bewundern kann. Ein Schulranzen musste auch her. Nur bekomme ich von den meisten "Jungs-Ranzen" (Unisex gibt es irgendwie nicht oft) starke Augenschmerzen wegen der hässlichen Muster und der furchtbar scheußlichen Motive. 
Dank J., der über uns wohnt und den der Zwerg mega-cool findet (der geht schon in die 3. Klasse und ist sein Freund!) konnte ich den Zwerg ohne größere Probleme zu einem Ergobag überreden. Ich hab ihm die ganzen anderen fiesen Dinger gar nicht gezeigt und da J. genau den hat, den ich haben wollte, war das ein Selbstläufer. (Ja, das mag jetzt der eine oder andere fies finden, aber ich werde das Ding fast genau so oft sehen, wie der Zwerg und deshalb darf es ruhig uns beiden gefallen. UND ich habe bereits von sehr vielen Eltern gehört, dass sie in der 2. Klasse einen neuen Ranzen kaufen "mussten", weil der Spross einen riesen Aufstand machte, da seine Motivwahl jetzt leider als total uncool angesehen würde. Ich will aber, dass mein Kind seinen Ranzen bis zur 4. Klasse einschließlich behält. Wenn ich das nicht hinbekomme, mache ich ne Witze-über-Anna-Linkparty auf!
Langer Rede...
Es ist ein Ergobag in uni-blau. Ich bin happy, das Kind ist happy. Allerdings hat J. den gleichen. Und J.s Mama hat mir gesteckt, dass es doch von Vorteil wäre, den Ranzen (bzw. Rucksack) optisch von den uni-blauen Modellen der anderen Kinder abzugrenzen. (Ich und J.s Mama sind da offensichtlich nicht die einzigen im Kiez mit dem Augenschmerz-Problem...)
Die Firma Ergobag hat diverse Klettie-Set im Sortiment und man darf sich sogar selbst welche designen. Das ist toll. Nur gibt es für mein Kind einfach nichts größeres als Lego NinjaGo und Nexo Knights. Und die Chuzpe, Bilder zum Druck hochzuladen, an denen ich das Bildrecht nicht habe, hab ich dann doch nicht. 
Also selber machen. 
Alle Fragen beantwortet und alle Unklarheiten beseitigt?
So oder so, ich muss jetzt die Fenster putzen. Schließlich kommt am Freitag die halbe Sippschaft. Für noch mehr erklärende Worte ist jetzt einfach keine Zeit mehr.

Meine DIY-Kletties hefte ich jetzt noch in die Linksammlungen von Creadienstag, HOT und Made4BOYZ.
Alles Liebe
Anna 


PS: Ich finde die Sachen von Ergobag recht toll. Ich schreibe das, weil es meine Meinung ist und werde bedauerlicher Weise nicht von Ergobag subventioniert. 

PPS: Wenn du den Zwerg vor Samstag sprichst - Psssssst! - Er kriegt sie erst am Samstag Mittag. ;-) 

Dienstag, 29. August 2017

Die Schultüte

Es schwante mir ja bereits zu Jahresbeginn, dass 2017 im Begriff ist, ein ereignisreiches und höchst emotionales Jahr zu werden. Wen wundert`s?! Ich bin frisch verheiratet und Mutter eines kleinen Jungens, der sich gerade Schritt für Schritt die Welt erobert. Mein Kleiner ist kein Baby mehr. Und mein Großer? Den habe ich gestern zum ersten mal in den Schulhort gebracht. Und dann bin ich gegangen und er ist geblieben. Bei den fremden Kindern und Erziehern. Einfach so. Ich war so stolz auf ihn.
Und am 9. September ist es dann amtlich: ich habe einen Schulzwerg.


Zu Ferienbeginn habe ich versucht klar zu kriegen, was da ins Haus steht. Um das hinzukriegen habe ich erst mal ALLES, was der junge Herr für einen vernünftigen Start in seine Schullaufbahn benötigt, besorgt. Ich dachte, die haptische Auseinandersetzung mit schulischen Dingen würde es mir schon verständlich machen... - NÖ!
Aber wir haben einen Schulrucksack, ein gefülltes Federmäppchen, ein Schlampermäppchen, dass so leer ist, dass ich gar nicht weiß, wozu, eine Sporttasche, eine Brotdose, sämtliche Bücher, Knete, Stifte, - einfach alles - und dann auch noch ALLES fein säuberlich mit Namensetiketten versehen.

Es war nicht ganz einfach, aber ich habe in meinem Besorgungswahn tatsächlich den perfekten Stoff zum Zwergenschulrucksack gefunden - bei Frau Tulpe - der identische Blauton - nur leider passte es gar nicht zu meiner Idee, die Schultüte mit einem Ninja zu "verzieren". Kurzer Hand entschied ich, der Ninja muss gehen! (Meine Ninja-Begeisterung ist eh nicht ganz so groß wie die des Sohnes.) Statt dessen darf eine Tafel auf die Tüte. Mit Stift:

Und Schwämmchen:

Ich bin wirklich sehr happy mit dem Ergebnis! Das mit dem Rahmen aus Snappap war eine extrem gute Idee - allein schon, weil es sich so einfach verarbeiten lies. Einzig bei der Tafelfolie wünschte ich mir, ich hätte Tafelstoff im Haus gehabt - wegen der kleinen Knitterfalten, die beim Wenden entstanden sind - aber mal ganz ehrlich - es wird ihn wohl kaum stören - es geht ja eh eher um den Inhalt ;-)

Der Schnitt nach der tollen Anleitung von Julia entstanden
Stoffe: hier und hier
Und jetzt schau mal wie toll der zum Rucksack passt:

Wie ich so was mag!

Als Tüpfelchen auf dem i hat die Schultüte nun die Ehre, eine weitere, neue Ära einzuleiten. Denn nach mehreren Monaten Abstinenz wird hier - zumindest vorerst - wieder regelmäßiger gebloggt! Deshalb verlinke ich die Schultüte auch voller Freude mit Creadienstag, HOT und Made4BOYZ.

Alles Liebe
Anna

PS: Ich hoffe, das bestellte Klettband kommt noch rechtzeitig an. Dann geht`s den Kletties an den Kragen...

Sonntag, 13. August 2017

12 von 12 l im August 2017

Wow, das ist Rekord. Außer am 12. wird das hier gerade nix mit Bloggen. Das hängt damit zusammen, dass mein Leben gerade ganz schön voll mit Zwerg ist. Der hat nämlich Ferien. Und der Wichtel ist auch nicht soooo lange in der Kita. Und die Wäsche ;-)
Dabei hab ich sogar schöne Dinge, die ich zeigen mag: meine Hochzeitseinladungen und 1-3 Fotos vom Fest, der Deko und dem bezaubernden Ort an dem wir gefeiert haben...
Die Schultüte für meinen Zwerg - aber wie soll ich Fotos machen, wenn der immer zu hause ist???

Statt dessen heute - mit einem Tag Verspätung - meine 12 von 12:
Ich konnte nachts nicht schlafen, weich ich beim Wichtel ins Bett bringen mal wieder weggepennt bin. Der hingegen war um 6 am Start und wurde Papa aufs Auge gedrückt. Mit 3,5 Stunden Schlaf bin ich nicht funktionstüchtig! Als mein Tag beginnt, ist es 9 Uhr.
Die obere Hälfte des Zimmer ist aufgeräumt.

Der Liebste muss jetzt aber auch noch ne Runde nachschlafen - 6 Ur ist nicht so seine Zeit... der Wichtel spielt, ich rätsele mit dem Zwerg im tollen Stickerrätselheft. Das Kind kann rechnen - und ich hab keine Idee, warum!

Zwischendurch mal nen Kaffee holen - am Kühlschrank steht unser neuer Nachname - so heißen wir jetzt alle. Ich muss mich noch gewöhnen...

Dann ist der Wichtel dran. Wir versuchen gemeinsam ein Buch anzusehen - es wird mir aber entrissen. Wen interessiert auch die fade Story von der Katze und der Maus auf der Suche nach einer neuen Bleibe, wenn man da an der Ecke rascheln und hupen kann??!!!

Ich habe einen mutigen Moment, greife zur Schere und kürze dem Wichtel den Pony. Er lässt das brav über sich ergehen. Das Ergebnis ist aber doch noch zu lang... da muss ich demnächst noch mal ran.

Frühstückswunsch des Zwergs: Crêpes. Der Wichtel futtert mir die Hälfte meines Erdbeermarmeladen-Crêpes weg. Ich bin irgendwie erleichtert. Bisher mochte er die nicht sonderlich - das wäre in unserer Familie aber ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Jungs waren zwar gestern in der Wanne, aber meine Bitte, den Kopf nicht unter Wasser zu stecken - wegen der Erkältung und so - wurde vom Zwerg fehlinterpretiert und die Haarwäsche wurde ausgelassen. So geht`s nicht! Echt nicht! Also voll gar nicht! Dafür hat er wunderbar blaugefleckte Tobekinderbeine. Der Arme - mein Bindegewebe!

Stillbild:

Der müde Wichtel geht mit mir einkaufen, weil er nicht ohne mich sein will. Schade eigentlich. Würde ohne ihn schneller gehen! Er ist heulig. Ein Brötchen, von dem man vor lauter Sonnenblumenkernen kaum noch etwas sieht, besänftigt den Wutwicht.

Das mit dem Einkaufen lief erstaunlich gut. Das mit dem Wetter so lala.

Zum Trost gibt es Pflaumenkuchen und Kaffee.

Die Kinder spielen miteinander - oder so was in der Art. Ich mache mit dem Liebsten Abendessen und dann macht der Wichtel, der zwischen 4 und 6 geschlafen hat bis halb 11 Trara.

Die Bearbeitung der Fotos und den Beitrag hab ich am Rechner des Liebsten gemacht. Warum auch immer möchte sein Foto-Tool meine Bilder nicht so skalieren, wie ich das will - drum sind die jetzt komisch klein geraten... so was ist dann die Strafe, wenn man seinen Rechner himmelt!

Ich werde sehr versuchen, endlich mal ein Paar Fotos zu machen und hier mal wieder was von mir hören zu lassen.
So viele Ideen - so wenig Zeit!
Das Geburtstagsshirt für den Zwerg muss ich auch noch irgendwann mal... - ach egal.
Schluss für heute. Mehr 12. bei Caro.

Alles Liebe
Anna

Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 l im Juli 2017

Hallo, da bin ich wieder.Nach einem turbulenten Monat melde ich mich wieder. Auf Instagram hab ich mich wenigsten hin und wieder mal blicken lassen, aber zum Bloggen war kein Raum mehr da vor lauter lautem Leben. Aber meinem heiß geliebten 12. bleibe ich treu. Und er hat sich dafür heute bei mir bedankt. Aber dazu später mehr.
Nachdem mich der Wichtel geweckt hat, ich mit Wichtel und Zwerg eine Runde Kuschelmuschel gemacht habe und ein Becher Kaffee in mir verschwunden ist, beginne ich mit dem nützlich sein. Der Wichtel ist jetzt so weit in der Kita eingewöhnt, dass er bis 14:30 Uhr da bleiben kann und somit bin ich wieder im Team Brotdose. Mir graute ja ziemlich davor, da ich bislang nur ausgesprochen einfallslosen Kram in eine Plastikbox gepackt habe. Der Zwerg hat sich phasenweise doch recht einseitig ernährt... Aber dank der Empfehlung vom geschätzten Frollein Pfau bin ich nun glückliche Yumbox-Bestückerin und der Style-Faktor der Dose täuscht gekonnt über die fehlende Ästhetik des Füllmaterials hinweg. (Fazit: Wassermelone = yummi, Manchego = kann zu hause bleiben)

Der Wichtel tut sich mit der Trennung von mir bzw. seinem Papa immer noch ein wenig schwer. Deshalb tut es mir sehr gut zu sehen, dass er morgens ganz unbeschwert vor sich hin spielt.

Der Zwerg hingegen war die komplette letzte Woche zu hause. Das liebe Kind hat direkt am Tag nach unserer Hochzeit - und mir ist immer noch komplett schleierhaft, wie das passiert sein könnte - ein Flügelgewicht seines Spinners verschluckt (Abtransport im Krankenwagen nach kurzer Narkose inklusive). Seit gestern geht er wieder in die Kita und bemerkt, dass er gerade nicht ganz so zugehörig ist, wie vorher - vielleicht, weil er etwas Einschneidendes erlebt hat, das die anderen nicht teilen? oder einfach, weil eine Woche lang ohne ihn gespielt wurde. Jedenfalls fühlt er sich in der Kita "anders" und möchte lieber nicht hin. Geht aber nicht. Weil das ja sonst nie anders wird. Nach einem kurzen Tief ist er dann aber wieder wohlgelaunter und abmarschbereit.

Ich setze einen schmollenden Wichtel auf dem Schoss seiner glücklicher Weise unglaublich netten Erzieherin ab. Fühlt sich immer wieder nicht so toll an. 
Auf dem Weg nach Hause streift mein Blick mal wieder diese Frage. Unvorstellbar!

Mit Hunger ist gleich alles noch doofer. Und gleich muss ich noch Einkaufen gehen. Das ist hungrig auch nie ne gute Idee. Also Spätstück:

Dann spanne ich meinen Regenschirm auf, bewundere den Juli in Berlin und dackele zum Supermarkt.

Da liegt eine geköpfte Rose auf dem Boden. Hal-lo! kann das mal aufhören? Da vergeht einem ja die gute Laune!

Einkaufen macht bei mir schöner Weise manchmal gute Laune. Die nette Frau, die mir ungefragt 3 Minions-Sammelkarten für den Zwerg geschenkt hat, hat sogar richtig gute Laune gemacht! Und das mit dem Regen finde ich tatsächlich eigentlich auch nicht mehr so schlimm seit ich Mitte April vom Weihnachts-Ehemann meinen neuen, sehr fröhlichfarbigen und enorm wasserdichten Regenmantel bekommen habe. Darin fühl ich mich immer so lieb-gehabt. Das ist gut gegen Regen-Tristesse!

Im Trockenen angekommen bringe ich schnell das Abendessen auf den Weg. Heute gibt es am Mittwoch ein Sonntagsessen: Rindsrouladen mit Rotkohl und (eigentlich Spätzle, aber da der Zwerg immer noch das Spinner-Teil im Bauch hat und ballaststoffreich essen soll) Vollkornnudeln. Dann darf ich mein Wichtelkind abholen und ausgiebig bekuscheln. So schön! Kurz darauf machen wir uns auf den Weg zur Zwergenkita. Der Wichtel hat Papas Schlüsselbund erobert und weigerte sich, ihn wieder rauszurücken. Da ist sein Papa tatsächlich eingeknickt und hat den Ersatzschlüssel genommen. Und ich (!) darf jetzt aufpassen, dass der Junior ihn nicht aus dem Wagen wirft. Na toll.

Der Zwerg wollte eigentlich lieber mit zu nem Freund, aber das klappt heute nicht. meine Mega-Ausbeute vom Einkaufen ist ein ganz passabeler Trost. Wenn er auch schon einige davon hat.

Ich unterstütze den Zwerg noch beim Eintragen in ein Freundebuch, händige dem Wichtel eine Papierrolle und Wachsmalkreiden aus, suche 10 Minuten lang nach der grünen Kreide, um sie beim Abendessen in seinem rechten Hosenbein zu finden. Dann stelle ich den hungrigen Kindern das Essen vor die Nase.

Der Mann kommt vom Elternabend in der künftigen Zwergenschule. Der Zwerg ist ganz aufgeregt und kann plötzlich nur noch quasseln und nicht mehr essen. So süß! Und dann macht mir der 12. das Geschenk, auf das ich schon seit über einer Woche warte. Das blöde Spinnerteil verlässt mein Kind.

Im Anschluss singt dieses 20 Minuten lang: "Es ist raus, es ist raus" und hüpft dabei durch die Bude. Ich informiere meine Eltern, Brüder, meine Trauzeugin und alle, die sich in der letzten Woche so Sorgen um mein Kind und mein Nervenkostüm gemacht haben. Dann schalte ich "Happy" an und wir tanzen gemeinsam durchs Kinderzimmer. Der Wichtel macht ein paar sehr überraschende Moves! Etwa 30 Minuten später schlafen alle minderjährigen Mitbewohner und ich bearbeite, an einer sauren Regenbogengummischlange kauend, 12 Fotos.

Sehr erleichtert. Sehr dankbar. Super 12.! Mehr 12 von 12 bei der lieben Caro.

Alles Liebe
Anna

Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 l im Juni 2017

Mein lieber Scholli. Ein Monat rum und nicht gebloggt. Und dabei hatte ich sogar Reminder im Kalender. Ich wollte über ein Kleid schreiben, dass dann aber nicht fertig geworden ist, über ein T-Shirt, dass ich aber nicht mal anständig fotografiert habe, bevor ich es verschenkt habe und Karten, die ich drucken lies, aber noch nicht zum fotografieren kam. Aber egal wie turbulent es hier auch sein mag, der 12. ist mir heilig. Der wird nicht ausgelassen!
Morgens gegen 7 Uhr auf unserem Badezimmer-Fussboden:

Wir bereiten uns auf unseren alljährlichen Hofflohmarkt vor und haben gestern spontan das Kinderzimmer entrümpelt - nun ja - ein wenig zumindest.
Alle schlafen noch und ich kann in Ruhe Kaffee trinken und ein wenig Sachen von A nach B tragen. Auf unserem Küchentisch bemerke ich im Vorbeigehen die seltsam-hübsche Kombi aus gepflückten Blumen, Zierjasmin, einer Ostheimer-Kuh und einer Melone. 

Es gibt übrigens einen ziemlich guten Grund für die Stille hier und auf Instagram. Also mal abgesehen von meinem turbulenten Leben mit zwei Kindern. Dieser Grund befindet sich seit Samstag abend als temporary Tattoo knapp unterhalb meines linken Schlüsselbeins:

Am 1. Juli ist es so weit. Der Liebste und ich heiraten. Und weil wir das erst vor knapp 9Monaten entschieden haben um uns dann erst mal drei weitere Monate mit anderen Dingen zu befassen, ist hier noch ganz schön viel zu tun in den nächsten drei Wochen.
Und trotzdem will die Wäsche gewaschen werden. Nun zumindest hab ich Hilfe.

Beim Verlassen der Wohnung mal wieder der Gedanke, ob ich die wohl noch in die Erde kriege, bevor sie vertrocknen...

Montag-Morgen-und-ich-hab-ein-heulendes-Kleinkind-in-der-Kita-abgegeben-Gesicht und dann seh ich auf dem Heimweg auch noch ein lebloses Vogelküken auf dem Gehweg liegen. Manno!

Zuhause finde ich einen Crêpe vom Vortag. Das in Kombination mit mehr Kaffee hebt die Laune wieder. Der darunter befindliche Einkaufszettel kann das auch nicht verderben. Und nein, viel schöner kann ich nicht schreiben. #fürmehrrealitätüberhaupt

Ich räume noch ein wenig mehr Dinge von A nach B. Dann hab ich ein Date mit Adriane. Ich schaffe es zwar nicht täglich, aber die 30 Tage (30 Days of Yoga) werd ich diesmal voll machen. (Beim letzten Versuch durchkreuzte ein Bänderriss meine Pläne.)

Wieder glücklich vereint. Der Wichtel mach das ganz toll in der Kita. Da der erste Versuch so gar nicht gut ging, machen wir gaaaanz behutsam und langsam. Die Kita ist großartig und die Erzieherin ganz lieb und ich weiß, es wird ihm dort gut gefallen, wenn er sich erst mal ganz und gar sicher ist, dass Mama immer wieder kommt. 

Gemeinsam fahren wir nach Mitte und bringen mein Brautkleid zur Schneiderin. Es ist ein ziemlich furchtbares Gefühl, das Kleid, dass du dann endlich kurz vor knapp gefunden hast in den Händen einer Fremden zu lassen und zu wissen, dass sie eine Schere nimmt und etwas davon abschneidet! Ich weiß nämlich wie es lang aussieht. Lang geht aber nicht. Und ich hab nur eine vage Idee, wie es gekürzt aussieht. Aber was muss das muss!

Jetzt noch den Großeinkauf erledingen und beten, dass der Kinderwagen nicht unter der Last zusammen bricht.

Während der Wichtel schläft, säubere ich Marmeladengläser. Viel DIY wird es im Rahmen unseres Hochzeitsfests nicht geben. Denn DIY bedeutet Zeiteinsatz. Und dank der langwierigen Eingewöhnung des Wichtels hab ich davon nicht allzu viel. Und die Zeit die ich habe - besonders am Tag vor der Hochzeit, will ich möglichst in ihn investieren. Nicht das er unruhig wird und mir am 1. um die Ohren fliegt! Aber ein wenig selber machen muss sein. Drum bastele ich an Marmeladengläser-Windlichtern und -Vasen und denke am Blumenschmuck herum. Außerdem habe ich Kiloweise Wabenbälle und Fächer angeschafft. Ach, ich glaube das wird schön! 
Nur bitte drück die Daumen. Wir brauchen ganz dringend schönes Wetter!!!

Ich werd jetzt noch ein wenig rumplanen. Danke für`s Vorbeischauen. Und Danke Caro für`s Sammeln. Und Danke Leben für all die Liebe um mich herum! Und danke auch für diese übervolle und erfüllte und aufregende Zeit!

Alles Liebe
Anna