Dienstag, 17. April 2018

Das Shirt zum 2. Wichtel-Geburtstag

ziert ein Hund. Was sonst. Ich will jetzt nicht behaupten, mein Jüngster hätte einen begrenzten Wortschatz. Gar nicht. Echt nicht. Er nutzt nur einen bestimmten Teil davon so häufig, dass jemand, der nur ein kurzes Gespräch mit ihm führt, den Eindruck bekommt, sein Wortschatz bestünde ausschließlich aus folgenden Worten:
Mama, Papa (oder Of-wa), ja (ab und zu), nein (häufiger), meiner, au waia (immer wenn etwas zu Boden geht), apu (wenn etwas kaputt erscheint oder ist), Ball, tu-tu (Auto und ähnliches), piep-piep (Vogel und ähnliches) und vor allem wau-wau!
Hätte ich eine brillante Idee gehabt, wie man das in halbwegs ästhetischer Form hinbekommen kann, hätte ich, um allen Lieblingsworten gerecht zu werden, einen Hund auf`s Shirt gezaubert, der mit einem Vogel Ball spielt, wobei ein Auto von einer Klippe stürzt und kaputt geht.
Statt dessen habe ich mich in die Illustration eines Hundes verliebt...

Und dann ein wenig an den Farben gedreht. Und Muster gemixt. Und eine 2 ins Bild geschummelt.
Und am Ende zählt ja eh nur: der Wichtel mag es. Sehr!

Und das Buch gab es natürlich auch. Und es ist von Anna Weber geschrieben und von Pina Gertenbach illustriert und wer mag, kann es hier bestellen (was ich lediglich schreibe, weil ich diesen Buchladen so gern habe - und die beiden, die da Bücher verkaufen auch - und ich bekomme dafür nix.)

Das ist sie, die Geschichte zum Geburtstagsshirt. 
Ich geh jetzt mal bei den anderen gucken. Kommt doch auch mit zu Creadienstag und HOT

Alles Liebe
Anna

Freitag, 13. April 2018

12 von 12 l im April 2018

Der Wecker klingelt. Zu! Früh! Ich mache trotzdem meine Augen auf. Und sehe das hier:

Ersthaft, ich verstehe weder, wie man gern seinen Kopf auf etwas ablegen mag, das sich bewegt, noch, wie man schlafen kann, wenn der Kopf des großen Bruders auf einem liegt... aber süß isses schon. Ich könnt die fressen.

Statt dessen befülle ich Vesperdosen... heute: für den Zwerg das obligatorische Avocado-Vollkorntostbrot und ein wenig anderes Zeug (das er abgesehen von den Paprika- und Tomatenstücken komplett ignoriert) und für den Wichtel das obligatorische Salamibrot (ohne Rinde - ich Glucke!) und etwas anderes Zeug (wovon lediglich der Apfel und die Brezeln fehlen - nun ja).

Der Große wird geweckt, der Kleine wird ebenfalls wach. Großes Kuscheln, dann Frühstück. Der Große isst Joghurt, der Kleine lutscht alles an und lässt sich dann doch lieber noch mal stillen... nun ja.
Der Mann bringt den Großen, ich den Kleinen. Zuhause angekommen stelle ich fest, dass es doch ziemlich unordentlich ist. Zumindest so viel zu unordentlich, dass es mir unmöglich ist, mich an den Rechner zu setzen und etwas Sinnvolles jenseits von Hausarbeit zu tun. Also räume ich auf. Eine! Stunde! Lang!

Der Osterstrauch steht auch noch - also beide - der in der Küche und der andere im Wohnzimmer. Aber das bleibt wohl noch so - keine Zeit, keine Zeit... aber Hunger!

Ich versuche mich an Toastbrot-Eier-Muffins - aber da muss ich mich glaub ich noch mal schlau lesen - das war eher öde bis total öde...

Ich bin so durch nach der Räumaktion (quäle mich seit Montag mit ner dicken Erköltung rum und bin zu nicht viel zu gebrauchen). Das mit der Arbeit am Computer übersteigt meine Kräfte. Also mach ich etwas weniger wichtiges und nähe einen Geldbeutel für den Zwerg. Denn der nimmt demnächst in der Schule das Thema Geld durch und das ist der Moment, ab dem er Taschengeld bekommen wird. Und wer Geld hat, will es manchmal auch ausgeben - und dafür wird dann ein Behältnis gebraucht. Ich Notwendigkeit meines Tuns habe ich hiermit ausreichend untermauert, oder?

Die Tasche ist fertig. Eine Sekunde Freude - dann bemerke ich diese Naht... Stimmung am Nullpunkt!

Ich gehe in die Küche, will mir Kaffee machen - hilft für-gegen Alles! Zumindest die Stoffreste auf meinem Muffin-Toast-Teller sehen fröhlich aus...

Auf dem Küchentisch liegt ein kleiner Briefumschlag, den mir der Mann aus dem Briefkasten mitgebracht hat. Stimmung steigt!

Zwei D-Ringe + das bereits vorbereitete Stoffband = ein neuer Gürtel.

Die Stimmung stimmt wieder. Aber dafür hab ich schon wieder Hunger... Erkältung schreit nach Baby-Essen. Also kippe ich Apfel-Aprikosen-Mus in eine Schale und löffele vor mich hin.

Dann ist es Zeit den Jüngsten aus der Kita abzuholen. Der ist ein kleiner Stolpervogel. Ich schnappe mir das Kind nebs Schuhe und gehe in das Schuhgeschäft unseres Vertrauens um herauszufinden, was an den Schuhen, die er trägt, falsch ist.
Ergebnis: Obwohl ich richtig gemessen habe (die Schuhverkäuferin kam zum identischen Ergebnis), sind die Schuhe wohl etwas zu groß. Nicht schlimm. Ich hab das idientische Paar auch eine Nummer kleiner (beide aus dem Geschaft - beide noch vom Zwerg - beide kaum bis gar nicht abgelaufen). Dann eben die. Und in einem Monat oder so wird dann gewechselt. Toller Service! Nette und kompetente Beratung... nicht selbstverständlich!
Auf dem Heimweg müssen dann noch ein paar Steinchen geschubst werden und sich schwanke zwischen Sorge (was er da alles anfasst) und Verliebtheit (weil er alles um sich herum vergisst).

Zu hause spiele ich mit dem Großen Karten während der Kleine einen eigenen Stapel Karten im Zimmer verteilt und der Mann Fischstäbchen macht.
Dann alle ab unter die Dusche und ins Bett. Ich schlafe ein. Und das ist auch der Grund, weshalb des die 12 von 12 erst heute zu sehen gibt.
Kurz vor dem Abendessen habe ich dann noch einen Gedanken, der, hätte ich ihn früher gehabt, die gesamte Woche bedeutend erleichtert hätte. Mir fällt ein, dass Pollen-Hoch-Saison ist und ich Allergie-Tabletten besitze. Manchmal muss ich mich wirklich über mich wundern!

Danke an Caro für`s Sammeln und Euch für`s Vorbei-Schauen.
Alles Liebe,

Anna

Dienstag, 27. März 2018

DIY l Tütenhasen

Mich haben die Tüten erwischt! Und ich werd sie nicht mehr los. Irgendwie wird dieses Ostern tütig. Aber nun ja. Letzte Woche Hühner. Diese Woche Hasen.
Und die sind sogar noch einfacher in der Herstellung!

Man nehme eine Papiertüte. Einzige Auflage: sie muss sich nach dem Öffnen aufrecht hinstellen lassen können - also kein Flachbeutel (ja, das heißt wirklich so) sondern ein Kreuz- oder besser noch Blockbodenbeutel (ja, das heißt auch wirklich so und manchmal ganz manchmal finde ich die deutsche Sprache ganz besonders hübsch. Jetzt zum Beispiel.).
Je nach Größe schneidet man da dann erst mal oben Ohren rein.


Anschließend die Ohren an der Seite und hinten abschneiden. 

↑ = vorher / ↓ = nachher.

Dann ein mehr oder minder fröhliches Gesicht aufmalen.
Gern auch noch rosa Bäckchen oder Hipsterbrillen. Dafür hab ich mir die Wachsmalstifte meines Jüngsten geliehen.
Jetzt auffalten und nach Lust und Laune befüllen.

Ich hab meinen geliebten Butterbrottüten auch einen Versuch gegeben, aber für diesen Zweck finde ich das Material etwas dünn.
Wer es gern ne Nummer größer hätte - zum Beispiel als Blumentopf - bei Alnatura gibt es Papiertüten in einer echt guten Größe, um das lose Obst und Gemüse zu verpacken. Das ist dann sogar noch Upcycling.

Genug der Tüten. Genug von mir.
Nächste Woche gibt es dann mal wieder was Genähtes - ganz ohne Tüte: ein Geburtstags-Shirt.
Jetzt verschicke ich erst mal die Hasentüten zu HOT und Creadienstag und dann muss ich meine Kids endlich mal Richtung Kita und Hort bringen. 

Alles Liebe
Anna

Dienstag, 20. März 2018

DIY l Brottütenhuhn

Ein Feiertag im Hause tepetua! Seit - ich fürchte  - bereits 6 Monaten gibt es hier 12 von 12 und sonst nichts. Das Leben eben... Aber heute melde ich mich zurück. Ich hab ein wenig gebastelt und dabei fotografiert:
Es ostert. Bei mir besonders früh. Denn Ostern und der Geburtstag vom Wichtel sind nah beieinander. Damit nicht irgendwelche Widrigkeiten dafür sorgen, dass meine Ostervorfreude getrübt wird, habe ich mit den Vorbereitungen zeitig begonnen und die "Nester" für die liebsten Nachbarn schon mal vorbereitet.

Dabei ist eine kleine Fotoanleitung für Euch entstanden. Viele Bilder, wenig Worte, weil easy-peasy.
Seht selbst:

Man nehme:
1 Papiertüte, Karton in grün, gelb und rot, 1 Wackelauge, Ostergras, 1 Schere, 1 Permanentmarker, Klebeband und Schokoeier oder so...

Von der Papiertüte den zackigen Rand abschneiden - Tüte bemalen - den grünen Karton zuschneiden: knapp schmaler als die Tüte breit ist x ca. 5,5 cm


Als nächstes die Papiertüte an der Unterkante vorfalten: ca. 3 cm in beide Richtungen - dann kann der Karton in der Tüte verschwinden - und das Ostergras in die Tüte rein.

Jetzt noch die Süßigkeiten dazu - die obere Kante etwa 1 cm umknicken und festkleben - aus dem gelben Karton ein Quadrat auschneiden und diagonal halbieren, anschließend Ecke auf Ecke falten und ein gerolltes Stück Klebeband auf die lange Seite kleben - Schnabel aufkleben - von der Rückseite den Kamm (aus dem rotem Karton) ankleben - und zuletzt das Wackelauge anbringen.

FERTIG!

Ich finde die Hühnerparade kann sich sehen lassen und ich freu mich jetzt schon, sie im Treppenhaus zu verteilen. Erstmal flattern die Hühner aber rüber zum Creadienstag und zu HOT und feiern sich da mit den vielen anderen Oster-DIY schon mal warm.

Als nächstes steht bei mir Eier bemalen an. Dieses Jahr ist der Wichtel zum ersten mal mit am Tisch. Mal sehen, wie viele Eier er zertrümmert :-)
Und wie steht`s mit Euch? Schon in Osterstimmung?

Alles Liebe,
Anna

Mittwoch, 14. März 2018

11 von 12 l im März 2018

Der 12. März 2018 fällt auf einen Montag. Woran andere merken, dass Montag ist?: an "Sei immer du selbst, außer du bist Montag, dann sei Freitag."-Posts in ihrem FB- oder Insta- oder wasweissdennich-Feed. 
Woran ich das merke: mindestens einer von zwei Söhnen ist krank und wird zu hause von mir betreut. So auch heute.
Der Wichtel hat nachts 39° Grad Fieber bekommen und so in etwa war dann auch die Nacht. Der Wecker lässt sich davon nicht beeindrucken und klingelt trotzdem um 6:24 Uhr (ich steh nicht gern zu geraden Uhrzeiten auf). Ich schleppe mich ins Bad, nehme, wie jeden Morgen meine Schilddrüsen-Tablette und wanke dann weiter zur Kaffeemaschine (aka beste Freundin an solchen Tagen). Dann mache ich dem Großen Frühstück (Naturjoghurt mit pürierten TK-Erdbeeren, Agavendicksaft und Vanille - der hat es ziemlich gut, der Kerl!) und eine Vesperdose.

Kaum ist der Große mit dem Papa aus dem Haus, meldet sich der Kleine - er ist sehr sehr unglücklich. Erst mal Stillen mit einem Ausblick, den ich im Laufe des Tages noch häufiger genießen werde.

Ich schleppe das elende Würmchen, dass wimmert, weil Papa ("Of-wa" = François) nicht da ist, in die Küche - auf der Suche nach Rutschsocken ("Au-schu"). Er hustet. Er hustet doll. Er spuckt. Ich ziehe ihn um, mich um, wische den Boden.
Dann kommt der heiss ersehnte Papa und kuschelt den Fieberwurm. Ich dusche und so weiter... Das "und so weiter" hat dann wohl doch zu lang gedauert und ich übernehme einen ziemlich knatschigen Wichtel. Stillen! Was sonst!



Dann meldet sich mein Magen. Die Tablette und der Kaffee wollen bitte sofort Gesellschaft. Kann ich verstehen. Der Wichtel nicht. und sein Papa wurde beim Müll-runter-und-Trage-hoch-bringen im Hof abgehalten. Dann muss jetzt eben Einhand-Essen her.

Bei dem ganzen Gestille nachts und morgens reicht das aber nicht. Kaum ist Papa da, muss mehr Essen in mich rein. Schade, dass der Wichtel nur auf mir sitzen will.

Der Kleine ist hin. Ich versuch es mit Bett... geht aber nicht. Nicht mal Schokolade ist ne Alternative zum Stillen. Das ist mal ne Ansage! Ich hätte schwören können, dass das Hust-Spucken war - jetzt bin ich verunsichert.

Wir versuchen es mit einem Buch. Zu anstrengend. Ok, dann eine Folge Masch und der "Bee" (Bär).

Dann endlich mal wieder Stillen - diesmal mit Schlafen.

Und ich bin prompt mit eingepennt. nun ja - ich erwähnte die Nacht...

Der Wichtel erwacht und will - ja, genau - Stillen. Diesmal aber zusätzlich mit seiner Schnuffel-Ente /"Baby") kuscheln. Hachtz! Er ist so so niedlich!

Gegen drei - beim Stillen - bemerke ich, dass ich fast verhungere. Dauerstillen und so. Der Mann kocht dankenswerter Weise Nudeln - alles recht kompliziert für mich heute, denn der Wichtel will getragen werden, non stopp und auf dem Arm, keinenfalls in der Trage.

Im Anschluss kommt mein Bruder vorbei, der Große aus der Schule zurück, die Nachbarskinder zum Spielen, die Wäsche wird aufgehängt. Nur kann ich keine Fotos machen - keine Hand frei. Muss Stillen und Tragen und Kuscheln. Und irgendwann schläft er dann der kleine Fieberwurm. Nachts geht dann das Fieber auf 39,9° Grad rauf und morgens wacht ein verschwitztes kleines Wesen neben mir auf, dass wieder meinem Wichtelkind ähnelt.
Da ist der 12. aber schon vorbei und um den soll`s hier ja gehen.

Dank an Caro für`s Sammeln und Euch für`s Vorbei-Schauen.

Alles Liebe,
Anna

Dienstag, 13. Februar 2018

12 von 12 l im Februar 2018

Das war heute sowas von ein schöner Tag! Ich bin so dankbar für mein Leben und die Menschen, die mich darin begleiten. Und absurder Weise sieht man das Besondere an diesem Tag auf kaum einem meiner Bilder. Die besten Momente sind eben oft die, in denen man nicht ans Foto machen denkt...

Als der Wecker klingelt bin ich erfreulich wenig müde für den ersten Montag nach einer Woche Ferien. Ich ahne allerdings, dass es dem Schulkind da etwas anders gehen könnte und beschließe, Grießbrei zum Frühstück zu servieren. Als das Schulkind die Küche betritt ist es bedeutend weniger müde als befürchtet. Die Tatsache, dass es heute seine erste Stunde Karate-Training im Schulhort hat - darauf musste der arme Kerl jetzt wegen Umbau der Turnhalle... 5 Monate warten - verursacht erstaunliche Morgen-Energie. Der Grießbrei und die brennende Kerze und die liebevoll befüllte Lunchbox werden trotzdem erfreut zur Kenntnis genommen. 
Im Anschluss bricht er seinen persönlichen Rekord im schnell Zähneputzen und Anziehen und wir haben zum ersten Mal seit Einschulung 15 (!) Minuten Puffer bevor er aus dem Haus muss. Ich schlage vor, dass neue Spiel zu spielen. Große Freude und Überraschung seitens des Zwerg.
Es folgt Abmarsch in die Schule und wenig später meldet sich auch der Wichtel. Der ist heute noch krank geschrieben und verbringt den Tag mit mir zu hause.
Er hat die allerbeste Laune überhaupt. Und er freut sich sichtlich über den Grießbrei.


Ich freu mich über die gute Laune meines Jüngsten, das Licht, dass in unser Schlafzimmer fällt und dieses kleine Ensemble. Ist die nicht süß?!


Wir machen das Bett. Wichtig dabei ist seit neustem, den beiden "Babys" einen gemütlichen Platz zu verschaffen. Sonst ist der Wichtel nicht einverstanden. Ein guter Papa!


Wir sehen uns ein Buch an, bei dem das Wichtigste ist, dem Igel den Finger in den Mund zu stecken und dann "Aua" zu sagen. Wird erledigt. Etwa 17 mal.


Dann gehen wir Einkaufen. Ich freue mich massiv über die Reaktion der Dame an der Kasse (zu ihrer Kollegin): "Ach was! Wusstest du, dass wir jetzt Süßkartoffel-Pommes haben?!" Ich hätte mich wegwerfen können. Ich muss für die Frau der Inbegriff von Prenzlauer Berg gewesen sein.
Massiv geärgert hat mich dann die Dame vor mir an der Kasse im Bio-Laden. Ich habe selten erlebt, dass jemand so abschätzig und herablassend mit einer Kassiererin gesprochen hat. Ich war kurz davor etwas zu sagen. Dann hab ich mich darauf konzentriert, sehr nett zu der jungen, wirklich sehr geduldigen Frau an der Kasse zu sein. War besser so!
Der Wichtel darf alle Aufzug-Knöpfe drücken und im Einkaufszentrum rumpirschen und hat dabei sichtlich Spaß.


Auf dem Heimweg erreicht mich der Anruf einer Freundin, die höflich anfragt, ob sie sich für die nächsten drei Stunden bei mir einquartieren darf, um an ihrer Doktorarbeit zu schreiben. Nach hause oder ins Institut fahren würde sich nicht lohnen und sie hätte keine Lust, im Café zu sitzen.
Der spontane Besuch beeindruckt den Wichtel so sehr, dass mit sofortiger Wirkung alle Müdigkeit von ihm abfällt. Wir essen Toastie mit scharfem Senf, Salat und Goulasch belegt. Und er findet es toll. Fast so toll wie das Asterix-Heft seines großen Bruders.


Anschließend setzt er sich pro Forma in "Be" und spielt mit seinen "Babys".

Schlafen will er nicht. Aber er täuscht es geschickt vor, um stillen zu dürfen. Zwischen drin haben wir totalen Spaß, lachen uns krumm und machen Quatsch-Fotos. Und ich stille, auf seinen besonderen Wunsch hin, auch seine "Babys".  


An Schlafen ist nicht zu denken. Ich schnacke kurz mit der Freundin, räume das Kinderzimmer auf, hänge Wäsche auf (kein 12. ohne Wäsche!). Während wir schnacken pennt der Wichtel an der Brust ein. Na also - geht doch! Die Freundin muss los. Ich pack das Kind ins Bett 

und esse ein Stück Apfelkuchen und trinke in Ruhe eine Tasse Kaffee. (Bei dem Bild oben hätte ich noch so tun können, als hätte ich die Melamin-Teller wegen der Kinder in Gebrauch - spätestens hier wird aber klar, dass das so nicht ganz stimmen kann.)


Dann kommt der Liebste mit dem Schulkind nach hause. Das muss sich erst mal sortieren. Ich nutze die Zeit für einen ersten Handlettering-Versuch. Nach etwa zehn Minuten läuft`s. Bin ein wenig stolz!
 
Bevor der Wichtel wach wird, spielen der Zwerg und ich noch eine weitere Runde Shave a Sheep - das ist echt ganz witzig! Und eine Empfehlung der Freundin von vorhin - Danke, Sandra!

Dann wacht der Wichtel auf und kurz darauf klingelt es - die Nachbarskinder kommen vorbei. Alle wollen plötzlich nach oben und der Zwerg will unbedingt, dass sein kleiner Bruder mit kommen darf. Ich bin massiv gerührt! Bester großer Bruder ever!

Ich koche. Der Mann räumt. Ich habe DIE Idee, wie man den viel zu tiefen Schrank im Wohnzimmer elegant kappen und so erhalten kann. Das Essen schmeckt. Die Kinder haben einander lieb. Der Mann liest Asterix vor. Ich penne mit dem Großen ein. Danach noch mal mit dem Kleinen und jetzt sitze ich mitten in der Nacht am Küchentisch und finde mein Leben ganz großartig. Meine Kinder hatten einen schönen Tag. Wir haben gemeinsam gelacht. Richtig viel gelacht. Und dafür, dass ich seit drei Wochen mit meiner Weiterbildung fertig bin und seit dem nur krank bin oder kranke Kinder betreue, konnte ich den heutigen Tag mit meinem Wichtel erfreulich doll genießen.

Meine 12 von 12 schicke ich, nebs Grüßen, ungewöhnlich früh zu Caro rüber. 

Alles Liebe,
Anna

Mittwoch, 17. Januar 2018

12 von 12 l im Januar 2018

Der absolute Wahnsinn! Jahr um. Weiterildung vorbei. Der Wichtel lernt sprechen. Der Zwerg hat oben keine Schneidezähne mehr. Mir persönlich geht das ja alles etwas sehr schnell. Nun ja.
Der 12. Januar fällt auf einen Freitag. Das find ich gut. Der Freitag ist picke-packe-voll mit erfreulichen Terminen. Auch toll. Entsprechend gut gelaunt starte ich in den Tag. Im dunklen Wohnzimmer leuchtet die Hochzeitsdeko. 

Es ist sowas von kein Fotolicht. Deshalb bleibt der erste Kaffee und all das Gekuschel das hier morgens so dazu gehört unbebildert. Gegen viertel nach neun ist das Licht zumindest dirket am offenen Fenster so ok, dass ich ein Bild von den Zitronenmuffins machen kann, die ich für die Kita-Sause am Nachmittag gemacht habe. Das Fähnchen ist eine Info für die Eltern des Allerigerkinds aus unserer Gruppe - Milch und Nüsse - nicht witzig!

Die Muffins für die Kita sind mini. Meiner zum Frühstück ist regular size. Viel besser!

Dann mache ich mich auf den Weg in die Kita, werfe den Wichtel und die Muffins ab und fahre nach Weissensee. Dort hat unsere Dozentin zum Abschieds-Treffen bei ihr zu hause geladen. Sehr sehr nette Geste! Es ist kurz nach zehn und ich gucke etwas müde unter meiner Mütze hervor.

Da ich nicht die einizge bin, die nach 4 Monaten leicht lädiert ist, werden wir erst mal mit einem sehr sehr leckeren Obst-Gemüsesaft gedopt (was mich daran erinnert, dass ich auch glückliche Besitzerin eines Entsafters bin).

Wir gehen gemeinsam einnkaufen. Dann wird gekocht. Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten in unserem Kurs sind mannigfaltig. War ein klitzekleinwenig kompliziert etwas zu finden, was alle essen dürfen/können/wollen... denn Anforderung war: ohne Gluten, ohne Milchprodukte, ohne Jod (Sojasauce, Fisch, Algen), ohne Fleisch, ohne Ei, ohne Paprika, ohne Sellerie und zur Abrundeung des Ganzen: ohne Leitungswasser (ja, wirklich!) Es grenzt an ein Wunder, dass wir uns auf ein Gemüse-Curry einigen konnten - in dem dann Tomaten drin waren, was eigentlich auch auf die böse Liste gehört - aber übersehen wurde... nun ja.

Außerdem Fenchelsalat mit Orange - ich liebe das!

Gegen halb 3 muss ich los - ohne das Curry mitgegessen zu haben - sonst komme ich zu spät zur Kita-Party! Ich bin ein wenig geknickt. Weniger wegen des Currys. Mehr wegen dem Abschied.

In der Kita ist richtig was los. Das ein oder andere Kind findet das anstrenend. Mein Wichtel ist in seinem Element. Kuchen. Mama. Party. Ich bin mindestens genau so glücklich wie ich da aussehe - da isses auch egal, dass meine Nase ein klötzeklein wenig Puder vertragen könnte.

Der Zwerg hat auch Spaß. Ein ehemaliger Kita-Kumpel ist auch da, weil seine kleine Schwester und der Wichtel in einer Gruppe gelandet sind. Langsam leert es sich. Der Wichtel kann sich nur schwer von der Kugelban trennen. Kugeln. Bälle. Ganz große Liebe!

Auf dem Heimweg - mit meinen tollen Jungs. Ich lieb die.

Zuhause gibt es Nudeln für alle und für mich einen Schüssel von dem Curry. Unserer Dozentin war es arg, dass ich mitgekocht, aber nicht mitgegessen habe - so süß! Dann das übliche Programm. 

Ein schöner Tag! Den schicke ich gern rüber zur Caro. Nebs Dank. Auch an Euch. Für`s Vorbeischauen.

Alles Liebe
Anna